Die Eschenwelke breite sich weiter aus, sagte der Förster, allein diese Woche habe er wieder fünf kranke Bäume entdeckt. Es sei nichts zu machen. Zuerst bilden sich an den Blättern braune Nekrosen, die Blätter werden welk, verfärben sich, Triebe und Zweige sterben allmählich ab, bis schliesslich der ganze Baum eingeht. Der Förster liess das Blatt los, das er in der Hand gehalten hatte. Es schwebte herunter und landete sanft auf dem Waldboden. Auch die Fichtenbestände seien bedroht. »Kommen Sie mit«, sagte er, »ich zeige Ihnen etwas.« Er führte mich zu einer gefällten Fichte und zeigte auf eine Stelle am Baumstamm, an der er die Rinde entfernt hatte. »Hier sehen Sie das Werk des Buchdruckers. Er bohrt sich durch die Rinde und legt ein Brutsystem an. Im Gegensatz zum Kupferstecher, der eher Jungbäume bevorzugt, befällt er hauptsächlich Altfichten. Ist die Fichte geschwächt, wie jetzt nach langanhaltender Trockenheit, so gelingt es ihr nicht, den Buchdrucker durch die Produktion von Harz abzuwehren und er kann sich ungehindert ausbreiten. Das Männchen legt eine Rammelkammer an, in die er die Weibchen lockt und begattet. Jedes Weibchen wiederum bohrt einen Muttergang, in den es die Eier ablegt. Nimmt die Population überhand, wird der Wasserfluss im Baum unterbrochen, die Krone verrötet und schliesslich stirbt der ganze Baum ab.« Der Förster hält mir ein Stück Rinde entgegen. »Ein schönes Muster«, sagte ich. »Ja«, sagte er, »aber schädlich, bereits über zwanzig Fichten musste ich fällen.«