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le panseur

Wer Klartext redet…

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Sätze

… von denen wir nicht recht wissen, ob sie uns im Leben vorwärts bringen werden – oder ob wir doch eher an Ort und Stelle hüpfen.

  • Scheinbar

    stellte er sich in den Schatten.

  • Sein Unglück

    rührte daher, dass er sein eigenes Glück nicht fassen konnte.

  • Wer weiss

      – was einem blühen wird, wächst gar nicht erst.

  • Wer ganz sich selbst ist

    – unterscheidet sich vom Affen nur noch physiognomisch.

  • Vielleicht hat

    – wer sich der eigenen Einzigartigkeit gewiss ist, es nicht mehr nötig, diese zur Schau zu tragen.

  • pequeninho

    – sogar das Wort klein (pequeno) verkleinern die Portugiesen.

  • prämissieren

    – verwendete er als Ergänzung zum Wort Prämisse, nachdem er die Wörter Voraussetzung und voraussetzen gelernt hatte .

  • Wer aus Angst

    zu stolpern, nur noch kriecht, wird zum Stolperstein für andere.

  • Sommernachtstraum

    wo das Deutsche ein Wort braucht, braucht das Portugiesische deren sechs: Sonho de uma noite de verão.

  • Hörner

    – zuerst stösst man sich sie ab, ehe man sie wieder aufgesetzt bekommt.

  • Kein Problem zu sehen

    – wo eines besteht, ist bequemer als eine Lösung zu erarbeiten für ein Problem, das es nicht gibt.

  • Es ist schön

    – wenn du ein wenig hier bist, aber stell bitte keine Fragen.

  • Fürchtete

    er sich nicht so sehr vor dem Sterben, wäre er schon längst tot.

  • Einsam

    hat er sich immer nur unter Menschen gefühlt – nie im Alleinsein.

  • Dogmen

    – zeit seines Lebens hat er sie bekämpft, aber am Dogma, dass man Dogmen bekämpfen muss, ist er gescheitert.

  • Geld

    ist vor allem dann wichtig, wenn man es nicht hat.

  • Über den Tod

    nachzudenken, vor allem über den eigenen, kann sehr entspannend sein.

  • Von der Ferne

    hörte er seinen Mitmenschen zu, schnappte hin und wieder ein paar Sprachbrocken auf. Er verstand alles und begriff nichts.

  • Atombombenexplosionsaufnahmen

    – ungeheuere Diskrepanz zwischen Ethik und Ästhetik.

  • Der Traummensch

    – scheint mir eine interessantere Idee zu sein als die Traumfrau oder der Traummann.

  • Wer mit mir

    in eine Beziehung tritt, steigt in ein Grab – sagte er zu seinem Freund.

  • Abwehrreflexe

    Was sich evolutionsbiologisch über Jahrtausende herausgebildet hat, will der aufgeklärte Mensch in kurzer Zeit überwinden?

  • Wer alles persönlich nimmt

    – überschätzt sich selbst masslos.

  • pais und país

    – im Portugiesischen sind sich die Wörter für Eltern und Land sehr ähnlich.

  • Gewohnheiten

    – sind sie vor allem deshalb so mächtig, weil wir ihnen so viel Macht zuschreiben?

  • Noch das ärgste Unheil

    – das über ihn hereinbrach, löste in ihm Dankbarkeit aus, denn es erinnerte ihn an jene Zeiten, in denen er ohne dieses Unheil gelebt hatte.

  • Der Glückssucher

    – steht auf seinem Grabstein. Endlich hat er es gefunden.

  • Er wurde Opfer

    eines Selbstmordes.

  • Auf die Frage

    – ob er der Herr M. sei, antwortete er: So steht es in den Akten.

  • Jeder Mensch

    sollte in seinem Umfeld ein paar Menschen haben, denen er mehr vertraut als sich selbst – möglicherweise bewahrt ihn das davor, verrückt zu werden.

  • Sollte

    – ein Verb, das mir weniger oft aus der Feder fliessen sollte (wenn ich denn zum Schreiben eine benutzen würde).

  • Elegant ist

    – wer auszuwählen versteht (lat. eligere: auswählen), aber nicht jeder, der auswählt, ist elegant.

  • In Gesellschaft

    kommt es meist nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern wie man spricht.

  • Gewöhnlich

    sein zu wollen, ist heutzutage beinahe aussergewöhnlich.

  • Tabus

    Seit es zur Norm geworden ist, sie zu brechen, hat das Tabubrechen viel an Reiz eingebüsst.

  • Bunte Haare

    Färbt er sich die Haare bunt, weil er glaubt, er würde dadurch seine Einzigartigkeit zum Ausdruck bringen, oder glaubt er, die bunten Haare machten ihn einzigartig?

  • Raststätte

    – treiben sich dort tatsächlich viele suspekte Leute herum oder lässt sie die Raststätte suspekt erscheinen?

  • Um verständlich zu schreiben

    – hätte er sich – z.B. ein Autor wie J. Derrida – gerade derjenigen Methoden bedienen müssen, die er problematisieren wollte, wodurch er zwar verständlicher, aber weniger glaubwürdig wäre.

  • Vernunft

    – manchmal muss man sie beiseitelegen, um verständig handeln zu können.

  • Die fernen Lichter

    verlieren ihren Glanz, wenn man hingeht und feststellt, dass sie von einer Taverne stammen, in der einsame Säufer stumpf vor ihren Schoppen hocken.

  • Lachen

    – soll gesund sein, darum lache ich jeden Abend, ehe ich mich schlafen lege, zehn Minuten lang. Ich verstehe keinen Spass, wenn es ums Lachen geht.

  • Lob

    ist erbarmungslos – denn es ist fast unmöglich, sich dagegen zu wehren, ohne zu allem Überdruss auch noch als bescheiden hingestellt zu werden.

  • Weniges

    in meinem Leben hat mich bewegt.

  • Erziehung

    so sehr sie uns auch prägt – manchmal scheint es, als hätte die Evolution einen Schutzmechanismus gegen sie entwickelt.

  • Erziehung

    Man weiss ganz genau, wie sie zu bewerkstelligen wäre – solange man keine Kinder hat.

  • Kinder

    Ist schon jemand auf die Idee gekommen, ihre Aussprüche zu sammeln und als Weissagungen eines Propheten herauszugeben?

  • Redewendungen

    – meist ungeeignet, um einer Rede eine unerwartete Wendung zu geben.

  • Redensarten

    – es gibt elegantere Arten, zu reden.

  • Sprichwörter

    – sich ihrer bewusst zu bedienen, mag klug sein (da trennt sich die Spreu vom Weizen). Sie ganz zu meiden, ist asozial.

  • Ziele

    sind überbewertet.

  • Während des Totenmahls

    sagt die alte Witwe: Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich in einem Restaurant und kann selber entscheiden, was ich esse.

  • Die Misteln

    auf den Bäumen haben gestern in der Abendsonne gelbgrün geleuchtet.

  • Privilegien

    Sie halten also an Ihren Privilegien fest, obschon Sie gar keinen Gebrauch davon machen? – Ja, allein der Umstand, sie zu haben, ist Grund genug.

  • Furcht

    ist rational. Angst ist irrational.

  • Worüber man sich aufregt

    – ist manchmal von überwältigender Banalität.

  • Kreativität

    ist ein passiver Prozess.

  • Meinung

    – zu allem müsse man eine haben, sagte er und ich hatte keine Meinung dazu.

  • Von der Trauer

    zur Schönheit besteht eine stärkere Beziehung als umgekehrt, so sind beispielsweise traurige Filme oft in einem gewissen Sinne schön, während Schönheit nur selten Trauer hervorruft.

  • Der Zufall

    – man will ihm nichts überlassen und hofft dennoch, dass er günstig sein wird.

  • Das Angenehme am Altern ist

    – dass die Selbstlügen immer ausgefeilter werden, bis man sie nicht mehr durchschaut und endlich sich selbst und somit an sich glaubt.

  • Nichts ist langweiliger

    als ein Buch zu lesen, bei dem man bei jedem zweiten Satz, nachdem man ihn zur Hälfe gelesen hat, schon….

  • Es gibt gute Bücher

    – die einen einzigen Makel haben und dies ist der schlimmste Makel überhaupt: Sie bestätigen meine Meinung.

  • Rasend schnell

    machst du das jetzt! sagt der Vater zu seiner sechsjährigen Tochter und sie erwidert: So schnell wie der Rasen wächst?

  • Wo ein Wille ist, ist ein Weg

    – soweit das subjektive Empfinden. Objektive Beurteilung: Es gab einen Weg und er fasste den Willen, ihn zu gehen.

  • Diese dünne Hülle

    in die der Alltag alles packt – immer wieder durchbrechen, sie zerreissen, immer wieder das Wesentliche freilegen.

  • Loben

      – wenn überhaupt, sollte man immer nur die Leistung einer bestimmten Person, niemals die Person selbst, denn so fällt es ihr leichter, das Lob nicht persönlich zu nehmen.

  • Kanalratte

    – dieser Name soll sich einmal auf einer Passagierliste der ehemaligen Swissair befunden haben, sagte ein Renter zum anderen.

  • Da hätte ich auch selber drauf kommen können

    – in den meisten Fällen leider ein Irrtum.

  • Swiss Market Index

    – geträumt, dass er um fünf Prozent zulegt. Dieser Traum hat mich beschämt.

  • Sich mit Kleinkram zu beschäftigen

    – kann befreiend sein.

  • Verständnis aufbringen

    – fällt leichter, wenn man verstanden hat, wofür man Verständnis aufbringen soll.

  • Ich möchte mich kurz halten

    – sagte er und hielt eine halbstündige Rede.

  • Die Lyrik

    hat einen schweren Stand: Sie muss sich ihr eigenes Publikum erdichten.

  • Etwas Ernstes

    – suchte sie und fand den Tod.

  • Die Ideale

    einer Gesellschaft müssen notwendigerweise unerreicht bleiben, sonst wären es keine Ideale.

  • Wer immer nur

      in der Gegenwart lebt, hat unendlich viele unendlich kurze Leben.

  • Wir

    sollten wieder mehr Vertrauen in unsere Gedanken fassen!

  • Ein Machertyp

    zeichnet sich dadurch aus, dass er viel vom Machen redet.

  • Vorschnelle Urteile

      sollte man immer langsam fällen.

  • Altersvorsorge

    betrifft vor allem junge Leute.

  • Verstehen Sie mich bitte nicht falsch

    – wer so beginnt, sollte gar nicht erst sprechen.

  • Was ich hoffe

    – dass meine Worte kein Gewicht haben.

  • Vielversprechend

    klingt nur, was man noch nicht genau geprüft hat.

  • Konsequent sein

    – bedeutet blind sein für die Schwächen der eigenen Prinzipien.

  • Schlechte Leistungen

    – werden öfters belohnt als man denkt.

  • Schonfristen

    – man gewährt sie nicht ohne Erwartungen.

  • Ehrlichkeit

      – je vehementer sie propagiert wird, desto mehr greift Heuchelei um sich, denn man muss ja, um dem allgemeinen Credo gerecht zu werden, fortwährend Ehrlichkeit vortäuschen.

  • Geben Sie mir eine Chance

    – bedeutet so viel wie: Geben Sie mir ein Problem, an dem ich mich abarbeiten kann.

  • Wer saufen kann

    – kann auch arbeiten. Altes chinesisches Sprichwort.

  • Die eignen Stärken

    – nicht jeder sucht sie dort, wo er sie finden würde.

  • Sprachrohr der Nation

    – nannte man ihn. Dann wurde er des Plagiats überführt.

  • Das Sumpfprinzip

      – gilt fast überall: Sich möglichst nicht bewegen, um nicht noch weiter einzusinken.

  • Leute, die nichts zu verlieren haben

    – werden bewundert und gleichzeitig bemitleidet.

  • Im Nachhinein

    ist man selten schlauer – höchstens demütiger.

  • Zwei Arten zu wirtschaften

    Die einen bereiten eine leckere Mahlzeit zu, die anderen benutzen den Fisch an der Angel wiederum als Köder, um einen noch grösseren Fisch zu fangen.

  • Charaktereigenschaften

    – die zu grossen Leistungen führen, sind im Alltag oft eine Qual.

  • Lebenslanges lernen

    – sagt man und meint damit vielleicht lebenslange Gelehrsamkeit?

  • Irrtum

    Warum fürchten wir uns vor ihm, wo wir doch angeblich gerade aus Irrtümern lernen?

  • Das Genie

    Würde man es noch beneiden, nachdem man einen Tag lang mit seinem Gehirn gelebt hätte?

  • Die Selbstdekonstruktion

    gewinnt gerade in Zeiten der Selbstoptimierung einen besonderen Reiz, es scheint sogar unvermeidlich, dass jene von dieser hervorgebracht wird.

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